RÜCKBLICK:
Freitag 4. Mai 2012
Paul Wittwer - vom Debut des Debuts des Debuts
Der schreibende Emmentaler Hausarzt Paul Wittwer gab zum 75-Jahr-Jubiläum der Bibliothek Brittnau aus seinem Roman "Widerwasser" zum Besten und brach jeweils punktgenau mit einem Cliffhanger ab. Für viele Lacher und Sympathiepunkte sorgte die Entstehungsgeschichte seines Erstlings Eiger, Mord & Jungfrau, bei dem sowohl der Autor, wie auch die Verlegerin, der Lektor und die Gestalter ihr Debut gaben. Die Lehre aus der Geschichte: Auch ein Haufen Anfänger kann einen Bestseller landen. Persönliche Dramen erfährt der Emmentaler Hausarzt Paul Wittwer täglich in der Praxis. In der Freizeit konzentriert er erfundene Dramen mit kriminalistischem Dreh zwischen zwei Buchdeckel und hat damit eine Fangemeinde von Zehntausenden von Lesern gewonnen. Zuvor sei er als dilettierender Pianist, Gitarrist und Kunstmaler mehrmals efolgreich gescheitert, erklärte er dem Publikum. Mit Ironie und leisem Genuss erzählte er die Geschichte siener Misserfolge und auch sein schwieriger Weg zur Publikation seines ersten Romans.
Man mochte es ihm gönnen, darf sich Paul Wittwer doch heute als versierter Spannungsautor zu Recht zu den meistgelesenen Schweizer Autoren zählen. Seine Lesung aus dem im letzten Herbst erschienen Roman "Widerwasser" war Einführung in den Roman und Verführung zum Lesen zugleich. Wittwer liess einen via weniger Passagen in die Atmosphäre eintauchen. Prompt schaffte er es jedesmal mit einer Punktlandung bei der spannendsten Stelle aufzuhören: "Meh wott i euch ned verrate!"
Kein Wunder fand der Roman wie auch die beiden Vorgänger-Krimis am Büchertisch reissenden Absatz. Die Wittwer-Unbedarften wollten sich die Auflösung des Falles in Eigenlektüre nicht entgehen lassen.
Das ausführliche Interview mit Paul Wittwer zu seinem Selbstverständnis als Autor
Interview_Paul_Wittwer.pdf
Nächster Chetti-Anlass: 1. August-Feier in Brittnau. Vorschau folgt demnächst.